Körperunzufriedenheit – wen betrifft’s?

Die Unzufriedenheit mit dem eigenen Aussehen – also ein negatives Körperbild – ist ein weltweites Problem, das Menschen jedes Geschlechts, jedes Alters, jeder Sexualität und jeder Herkunft betrifft.

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Quellen: Robert Koch-Institut, Magersucht.de – Selbsthilfe bei Magersucht e.V.

In anderen Ländern sieht es kaum besser als in Deutschland aus, oftmals sogar noch dramatischer. Körperunzufriedenheit hat sich also offenbar zu einer Volkskrankheit bzw. zu einer globalen Epidemie entwickelt, von der nicht nur – wie oftmals fälschlicherweise angenommen – Frauen betroffen sind, sondern auch immer mehr Männer.

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Quelle: The Guardian (2012)

Die vielfältigen Folgen eines gestörten Körperbildes können von niedrigem Selbstwertgefühl, Schlankheits- oder Muskelwahn, hin zu gestörtem Essverhalten, Depressionen, Essstörungen oder sogar Suizidgedanken reichen. Jeder dieser Aspekte kann wiederum zu weiterführenden ernsthaften physischen und psychischen gesundheitlichen  Problemen führen. Auch die Bereitschaft, Mittel und Substanzen einzunehmen, um abzunehmen oder Muskeln aufzubauen, steigt.  Wie sehr ein einzelner Mensch von diesen komplexen und vielfältigen Faktoren betroffen ist, kann man meist nicht sagen. Dies ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Fakt ist, dass die Unzufriedenheit mit dem eigenen Aussehen weit verbreitet ist und mitunter zu schweren gesundheitlichen Schäden führen kann.

Trotzdem leidet nicht jeder Mensch, der ein negatives Körperbild hat, gleich unter einer Essstörung. Während Essstörungen nur einen relativ kleinen Anteil der allgemeinen Bevölkerung betreffen, ist ein negatives Körperbild beinahe Standard.

Die meisten von uns nehmen das als vollkommen normal wahr und finden sich damit ab, frei nach dem Motto „Wer findet sich schon schön?“ Dazu sind in den letzten Jahren viele Vorurteile entstanden, wie beispielsweise, dass Körperunzufriedenheit nur dicke Menschen betreffe. HIER kannst du mehr dazu lesen.

In vielen Fällen sind diese Vorurteile allerdings schlichtweg falsch. Insbesondere Menschen mit vollkommen normalem Körpergewicht fühlen sich laut Studien zu dick und sind unzufrieden mit ihrem Aussehen. Sie haben das Gefühl, abnehmen zu müssen und leiden unter den viel diskutierten Jojo-Effekten ineffektiver Diäten, wie sie inflationär in den Medien beworben werden.

Dazu kommt, dass in der Öffentlichkeit das Thema Gesundheit momentan nur so boomt. Und es ist toll, dass wir dazu angehalten werden, auf uns zu achten, denn die Gesundheit ist sicherlich unser wertvollstes Gut. Allerdings fällt in dem Urwald an (oft widersprüchlichen) guten Ratschlägen oft gar nicht auf, wenn Diäten und exzessives Sporttreiben ebenso als vermeintlich „gesund“ verkauft werden. Was genau „gesund“ bedeutet, ist sicherlich umstritten. Aber so viel ist sicher: Gesundheit ist ein breites Konzept, das das körperliche und auch das seelische Wohlbefinden umfasst. Das bedeutet, wer rundum gesund sein will, sollte seinen Körper annehmen und lieben, so wie er ist. Wertvolle Energie und Lebensfreude mit Sorgen um das Äußere zu vergeuden, ist also rein objektiv und vor allem langfristig betrachtet vollkommen ungesund! Deshalb ist es wichtig, dass wir lernen, wie wir uns selbst akzeptieren und lieben können, wie wir sind. Inspirationen dazu, findest du HIER.